Krankenhäuser Völklingen und Püttlingen starten Telekonsil-Service
Strukturierte, nachvollziehbare Konsile über die HIP-Plattform verbessern in Zukunft die Effizienz, klinische Entscheidungsfindung und Koordination zwischen den Standorten.
Das SHG-Klinikum Völklingen und die Knappschaft Kliniken Püttlingen führen derzeit einen gemeinsamen Telekonsil-Service ein. Dieser wird die ÄrztInnen beider Häuser in Echtzeit miteinander vernetzen und die klinische Zusammenarbeit erleichtern.
Über die webbasierte Plattform können die MedizinerInnen zu ausgewählten PatientInnen strukturierte Konsilanfragen erstellen – inklusive Dringlichkeit, Indikation und zu konsultierendem Arzt – und die Rückmeldungen innerhalb eines gemeinsamen Systems dokumentieren. Automatisierte Benachrichtigungen sorgen für eine zeitnahe Bearbeitung. Eine zentrale Ansicht schafft einen transparenten Überblick über aller Konsile.
Bessere Zusammenarbeit zwischen den Standorten
Die beiden Krankenhäuser liegen etwa 20 Kilometer voneinander entfernt. Sie koordinieren häufig Behandlungsfälle untereinander – insbesondere Notfälle. Bisher erfolgte die Zusammenarbeit überwiegend per Telefonat und den ad-hoc-Austausch von Patientendaten. Wichtige Informationen mussten oft physisch weitergegeben werden, etwa auf CDs. Der neue Service ermöglicht nun einen strukturierten digitalen Ansatz: Klinische Informationen können elektronisch geteilt und dokumentiert werden. Die physische Datenübermittlung entfällt und die Erstellung, Verwaltung und Dokumentation von Konsilen wird deutlich effizienter.
Gleichzeitig reduziert der Service den administrativen Aufwand und beschleunigt die Antwortzeiten. Alle Interaktionen sind zentral dokumentiert und vollständig nachvollziehbar – das erhöht die Transparenz und sorgt für eine konsistentere, datenbasierte klinische Entscheidungsfindung.
„Das Projekt schafft die Grundlage für eine eng verzahnte, standortübergreifende Versorgung“, sagt Joachim Neugebauer, Vice President Clinical Care Solutions bei der vitagroup. „Auf Basis strukturierter klinischer Informationen können Krankenhäuser ihre Zusammenarbeit gezielt ausbauen, Abläufe effizienter gestalten und fundiertere Entscheidungen treffen – mit dem klaren Ziel, PatientInnen in der Region schneller und besser zu versorgen.“
Das Projekt schafft die Grundlage für eine eng verzahnte, standortübergreifende Versorgung.
Joachim Neugebauer
Vice President Clinical Care Solutions, vitagroup

Basis für eine datengetriebene, integrierte Versorgung
Die Health Intelligence Platform (HIP) der vitagroup bildet die Grundlage für die standortübergreifende Zusammenarbeit und stellt die gemeinsame Datenbasis bereit. Der Service markiert einen ersten Schritt zur Stärkung der Kooperation im Krankenhausnetzwerk der SHG und legt die Grundlage für eine stärker integrierte, datenbasierte Versorgung.


